20Mai2018

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Was sind Vitamine fürs Herz? Zusätzlich zur physischen Hilfe ist für uns die geistige Unterstützung ebenso von großer Bedeutung. „Vitamine fürs Herz“ ist der Titel einer Reihe, in der wir monatlich neue Beiträge veröffentlichen. Die Vitamine sind Zusammenstellungen aus Textauszügen, die wir mit freundlicher Genehmigung der Autoren auf unserer Webseite präsentieren dürfen. Da wir von Lesern so gute Reaktionen darauf bekommen, möchten wir sie hier teilen und hoffen, dass sie so auch vielen anderen große Freude bringen können.
Vitamine fürs Herz

Ein Werkzeug des Friedens

Von W. Schmidt:

„Bitte wählt den Weg des Friedens ... Kurzfristig kann es Gewinner und Verlierer geben in diesem Krieg, den wir alle fürchten. Aber das kann nie und niemals das Leid, den Schmerz und die verlorenen Menschenleben rechtfertigen, die Eure Waffen verursachen werden.“ - Mutter Teresa in einem Brief an George Bush und Saddam Hussein im Januar 1991.

Ohne auf sie zu hören begann ein bis heute andauernder Krieg mit endlosen Verlusten. Und dann begann man weitere, ähnliche Kriege, die noch mehr Probleme verursachten, wie in Libyen und Syrien.

Vor kurzem sprach ich mit einer Dame in Deutschland, die sich noch an das von ihr und ihrer Familie durchgestandene Leid nach dem 2. Weltkrieg erinnerte. Krieg und Zerstörung wurden wie ein Wind gesät, und zurück kam ein Wirbelwind von der gleichen Sorte. Wir ernten immer, was wir säen. Viele Deutsche wurden zu Flüchtlingen nach diesem schrecklichen Krieg. Sie mussten alles zurücklassen und viele verloren unwiederbringlich ihre Häuser und Ländereien. Diese Dame berichtete mir, wie sie und ihre Geschwister manchmal hungrig zu Bett gehen mussten, weil es nicht genug zu essen gab.

Wir sprachen über die Flüchtlinge von heute, und sie meinte, wie vorwiegend Armut Menschen zur Verzweiflung treiben kann. Wir wissen nur zu gut aus unserer eigenen Erfahrung in Afrika, wie Hunderte von Millionen Menschen dort sofort ihr Land verlassen würden, gäbe man ihnen die Möglichkeit. Aber dies wäre absolut unnötig, würde alles richtig laufen!

Warum warten, bis mehr Leute aus ihrer Heimat fliehen? Warum findet man nicht einen Weg, ihre Grundbedürfnisse, wie Nahrung, Unterkunft, Bildung usw. zu decken, genau dort, wo sie leben? Es würde gar nicht einmal so viel kosten. Aber natürlich muss es richtig angegangen werden, und die zur Verfügung stehenden Entwicklungsgelder müssen angemessener verteilt werden.

Jemand erhielt vor kurzem Informationen über unser Schulprojekt in Mushapo und schrieb uns Folgendes: „Ihr seid mit Eurer Arbeit auf einem Weg, den Europa schon vor vielen Jahren hätte gehen müssen. Jetzt kommen hier in Deutschland Menschen an, die vor Krieg und Armut flüchten. Ich bin sicher, ihr, mit Eurem Engagement, helft den Menschen dort durch Bildung und Ausbildung, ein menschenwürdiges Leben in der Heimat führen zu können. Wenn man in Euren Videos die quirligen Kinder sieht, habt Ihr schon sehr viel erreicht. Dazu können meine Frau und ich dich und dein Team nur beglückwünschen.“

Und hier ist ein weiterer Kommentar zur Flüchtlingskrise von jemand anderem, der uns vor ein paar Tagen schrieb: „Ich hoffe, dass sich die Dinge jetzt endlich mal etwas in die richtige Richtung bewegen (zur Bekämpfung der Ursachen vor Ort - so wie Ihr das macht!!!) ... Ich danke Euch so sehr für Euren Einsatz in Afrika - Hilfe zur Selbsthilfe, das wirklich Richtige!!!“

Wir wissen, mit unseren Bemühungen nur in einem kleinen Bereich helfen zu können, hoffen jedoch, dadurch anderen ein Beispiel zu setzen, was getan werden kann. Wenn alles richtig laufen würde, gäbe es keine Notwendigkeit für die Menschen ihre Heimat zu verlassen und in andere Länder auszuwandern.

Als ich mit einem meiner Brüder über dieses Thema sprach, brachte er einen anderen Aspekt dieses großen Problems auf, der tiefer geht und, wenn implementiert, größere Ergebnisse erzielen könnte. Er sprach davon, wie sich Dinge auf hoher internationaler Ebene ändern müssten, sowohl in den entwickelten Ländern als auch in den armen Nationen. Doch darüber möchte ich ein anderes Mal berichten, denn es ist ein umfangreiches Thema. Auf jeden Fall hoffe ich, dass diese riesige Flüchtlingswelle einige notwendige Veränderungen in die Wege leitet, damit die Menschen der kriegszerrütteten und wirtschaftlich schwachen Länder mehr in Frieden leben und ihre Bedürfnisse erfüllt bekommen können, eine Veranlassung, gerne in ihren Heimatländern zu bleiben und dort ein anständiges Leben zu führen.

Bei all den Gedanken an die gegenwärtigen Kriege, Gräueltaten und Ungerechtigkeiten in dieser Welt kam mir dieses schöne Gebet des heiligen Franziskus von Assisi in den Sinn:

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens. Wo es Hass gibt, lass mich Liebe säen; Wo es Verletzungen gibt, Verzeihung; Wo Zweifel bestehen, Glaube; Wo es Verzweiflung gibt, Hoffnung; Wo Dunkelheit herrscht, Licht; Wo Trauer besteht, Freude. ... Gib mir Kraft nicht so bemüht zu sein, getröstet zu werden als zu trösten; verstanden zu werden als zu verstehen; geliebt zu werden als zu lieben. Denn es ist im Geben, dass wir empfangen ...

Copyright © 2015 W. Schmidt



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