19Juli2018

vitamins-header
 
Was sind Vitamine fürs Herz? Zusätzlich zur physischen Hilfe ist für uns die geistige Unterstützung ebenso von großer Bedeutung. „Vitamine fürs Herz“ ist der Titel einer Reihe, in der wir monatlich neue Beiträge veröffentlichen. Die Vitamine sind Zusammenstellungen aus Textauszügen, die wir mit freundlicher Genehmigung der Autoren auf unserer Webseite präsentieren dürfen. Da wir von Lesern so gute Reaktionen darauf bekommen, möchten wir sie hier teilen und hoffen, dass sie so auch vielen anderen große Freude bringen können.
Vitamine fürs Herz

Der Preis für ein Wunder

Verfasser Unbekannt:

Tess war gerade einmal acht Jahre alt, als sie ihre Mutti und ihren Vati miteinander über ihren kleinen Bruder, Andreas, reden hörte. Alles was sie wusste, war, dass er sehr krank war und sie hatten absolut kein Geld mehr. Im folgenden Monat würden sie in ein Apartment umziehen, da Vater das Geld für die Arztrechnung und das Haus nicht hatte. Nur eine sehr teure Operation könnte Andreas jetzt noch retten, und es sah so aus als gäbe es niemanden, der ihnen das Geld leihen würde.

Sie hörte ihren Vater mit geflüsterter Verzweiflung ihrer den Tränen nahen Mutter sagen, „Nur ein Wunder kann ihn jetzt noch retten.“

Sie hörte wir ihr Vater ihrer Mutter, die den Tränen nahe war, verzweifelt zuflüsterte „Nur ein Wunder kann ihn jetzt noch retten.“

Tess ging in ihr Schlafzimmer und holte eine Glasdose aus ihrem Versteck im Schrank. Sie schüttete all das Kleingeld auf den Fußboden und zählte es genau, dreimal. Alles zusammen musste genau stimmen. Es dürfte ihr kein Fehler unterlaufen. Vorsichtig schüttete sie die Münzen wieder zurück in die Dose und schraubte sie mit dem Deckel zu, schlich sich zur Hintertür heraus und strebte auf die Apotheke zu, die sechs Straßenzüge weit weg lag und wo ein großes rotes Zeichen über der Tür leuchtete.

Geduldig wartete sie darauf, vom Apotheker bedient zu werden, doch er war zu beschäftigt. Sie schabte mit ihren Füßen. Nichts! Sie räusperte sich so geräuschvoll sie konnte. Vergeblich. Schließlich nahm sie eine Münze aus der Dose und knallte sie auf die Theke. Endlich klappte es!

„Und was möchtest Du?“, fragte der Apotheker mit ungehaltener Stimme. „Ich rede gerade mit meinem Bruder hier, den ich seit Ewigkeit nicht mehr gesehen habe“, fuhr er fort, ohne auf eine Antwort auf seine Frage zu warten.

„Nun, ich möchte gerne mit Ihnen über meinen Bruder reden“, erwiderte Tess. Er ist äußerst krank, und ich möchte gern ein Wunder kaufen.“ „Wie bitte?“, gab der Apotheker zurück. „Er heißt Andreas, und etwas Schlimmes wächst in seinem Kopf. Mein Vater sagt, jetzt hilft ihm nur noch ein Wunder. Wie viel also kostet ein Wunder?“

„Wir verkaufen hier keine Wunder, kleines Mädchen. Tut mir leid, aber ich kann Dir nicht helfen“, gab der Apotheker zurück. „Hören Sie, ich habe das Geld, um dafür zu bezahlen. Wenn es nicht genug ist, hole ich den Rest. Sagen Sie mir nur, was es kostet.“

Der Bruder des Apothekers war ein gut gekleideter Herr. Er neigte sich herunter und fragte die Kleine, „Was für eine Art Wunder braucht denn dein Bruder?“

„Das weiß ich nicht“, antwortete Tess mit Tränen in ihren Augen. „Ich weiß nur, dass er sehr krank ist, und Mami sagt, er braucht eine Operation. Doch mein Vati kann dafür nicht bezahlen, deswegen möchte ich mein Geld dafür benutzen.“

„Wie viel hast Du?“, fragte der Mann. „Einen Dollar und elf Cent“, erwiderte Tess kaum hörbar. „Und das ist alles, was ich habe, aber ich kann noch mehr besorgen, wenn ich muss.“

„Ach, was für ein Zufall“, lächelte der Herr. „Ein Dollar und elf Cent, genau das, was ein Wunder für Deinen kleinen Bruder kostet.“ Er nahm das Geld in die eine Hand und mit der anderen fasste er sie bei ihrem Handschuh und forderte sie auf, „bring mich dorthin, wo du wohnst. Ich möchte Deinen Bruder sehen und Deine Eltern treffen. Wollen wir doch mal sehen, ob ich nicht das Wunder besitze, was Du brauchst.“

Dieser gut gekleidete Mann war Dr. Carlton Armstrong, ein Chirurg, Spezialist in Mikrochirurgie. Die Operation fand kostenlos statt, und es dauerte nicht lang, bis Andreas wieder daheim war und sich erholt hatte. Mami und Vati reden überglücklich über die Kette der Ereignisse, die sie bis hierher geführt hatte. „Dieser Eingriff“, flüsterte ihre Mami, „war ein Wunder. Ich frage mich, wie viel er gekostet hätte.“

Tess musste lächeln. Sie wusste genau, was ein Wunder kostet – einen Dollar und elf Cent – und den Glauben eines kleinen Kindes. — Übertragen ins Deutsche von Johannes Klee

Copyright © 2004 Motivated



Statt einen Fisch zu geben, lehren selbst zu fischen – Hilfe zur Selbsthilfe

Veränderungen sind gut für uns

Rundbriefe

Sie möchten über die aktuellsten Fortschritte unserer Projekte informiert bleiben? Dann melden Sie sich für unseren Newsletter an. Hier können Sie sich auch wieder abmelden.

Kontakt aufnehmen

Haben Sie eine Frage oder ein anderes Anliegen an uns? Kontaktieren Sie uns einfach direkt! Wir freuen uns über Ihre Nachricht und bemühen uns, Ihnen schnellstmöglich zu antworten.

Kontakt aufnehmen

Ich möchte helfen

Sie möchten wissen, wie Sie uns dabei helfen können im Kongo zu helfen? Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie uns unterstützen können.

ADH helfen