04August2020

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Was sind Vitamine fürs Herz? Zusätzlich zur physischen Hilfe ist für uns die geistige Unterstützung ebenso von großer Bedeutung. „Vitamine fürs Herz“ ist der Titel einer Reihe, in der wir monatlich neue Beiträge veröffentlichen. Die Vitamine sind Zusammenstellungen aus Textauszügen, die wir mit freundlicher Genehmigung der Autoren auf unserer Webseite präsentieren dürfen. Da wir von Lesern so gute Reaktionen darauf bekommen, möchten wir sie hier teilen und hoffen, dass sie so auch vielen anderen große Freude bringen können.
Vitamine fürs Herz

Vortrag "Verändere die Welt mit Liebe"

Vortrag von Wolfgang Schmidt (ADH e. V.) im Brumlovka Business Center in Prag:
Den vollständigen Vortrag gibt es hier auch als Video zu sehen (in Englisch).
Der Vortrag im Brumlovka Business Center entstand nicht im Auftrag von Aktive Direkt Hilfe e. V. sondern in privater Verantwortlichkeit des Autors Wolfgang Schmidt (Zweiter Vorstand von Aktive Direkt Hilfe e. V.). Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen politischen Stellungsnahmen sind persönliche Ansichten des Autors, die sich nicht unbedingt mit den Ansichten des Vereins Aktive Direkt Hilfe e. V. decken. Obgleich sich Aktive Direkt Hilfe e. V. von den enthaltenen politischen Äußerungen distanziert, wird die Veröffentlichung aufgrund der hohen Übereinstimmung mit den Überzeugungen des Vereins ungekürzt auf diesem Webauftritt präsentiert.
Ich wurde gebeten, einen Vortrag in Anlehnung an den TEDx Talk zu halten, den ich unter dem Titel „Verändere die Welt mit Liebe“ gehalten habe (Foto 1).

Es freut mich, mehr über die Demokratische Republik Kongo zu berichten, da mir dieses Land sehr am Herzen liegt. Ich werde einige Insider-Informationen mitteilen, die nicht von den Mainstream-Medien aufgegriffen werden. Wenn Ihr meine Rede hört, werdet Ihr verstehen, warum diese Nachrichten nicht in den Medien angesprochen werden.

Als nächstes werde ich berichten, was meine Frau Lenka und ich unternehmen, um den Menschen in diesem Land zu helfen. Zuletzt werde ich über ein Thema sprechen, von dem ich glaube, dass es uns allen zugutekommen wird, egal ob wir im Süden oder im Norden leben.

1. Das Leben in der Demokratischen Republik Kongo

Ich würde gerne mit einer Frage beginnen: Gibt es hier jemanden, der kein Handy oder keinen Computer hat? Ihr werdet überrascht sein, zu erfahren, dass Ihr mit solchen Geräten eine Verbindung zur DR Kongo habt. Denn in Eurem Handy und Eurem Computer gibt es ein seltenes und teures Mineral namens Coltan, und das meiste Coltan, das heute verwendet wird, kommt aus dem Kongo.

Wenn Ihr ein Auto besitzt, habt Ihr auch eine Verbindung zu diesem Land, da Eure Autobatterie aus einem anderen teuren Material, Kobalt, hergestellt wird, und etwa 2/3 der weltweiten Kobaltreserven liegen im Kongo.

Der Kongo ist ein riesiges Land – fast dreißigmal so groß wie die Tschechische Republik. Die rund 80 Millionen Einwohner lassen sich in etwa 200 ethnische Gruppen unterteilen, mit etwa 400 kleineren Sprachen und 4 Hauptsprachen, wobei die Amtssprache Französisch ist. Die wichtigste Landessprache heißt Lingala, und wenn Ihr einem Kongolesen HALLO sagen wollt und MBOTE sagt, werdet Ihr ihn oder sie sehr glücklich machen.

Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist katholisch, 20% gehören verschiedenen protestantischen Kirchen an, 10% sind Kimbanguisten (eine lokale Kirche), 10% sind Muslime und 10% folgen traditionellen Religionen.

Nach dem „Human Development Index“ der Vereinten Nationen, der den menschlichen Entwicklungsstand der Nationen in der Welt erfasst, zählt die DR Kongo seit vielen Jahren zu den niedrigsten der 189 Länder auf der Liste.

Millionen kongolesischer Kinder, etwa die Hälfte aller schulpflichtigen Kinder, haben keinen Zugang zu Schulen, entweder weil es keine Schulen in ihrer Nähe gibt oder weil ihre Eltern zu arm sind, um das obligatorische Schulgeld zu bezahlen.

Trotz dieser seit langem bestehenden Probleme hat der Kongo viel Potenzial, denn die Kongolesen akzeptieren nicht ohne weiteres ein Nein als Antwort. Sie leben unter sehr schwierigen Bedingungen, geben aber selten auf. Ich habe noch nie ein Land mit so vielen alten und maroden Autos und Lieferwagen gesehen. Wenn eines dieser alten Fahrzeuge mitten im Verkehr stehen bleibt oder nicht anspringen will, schieben sie es so lange, bis es startet. Bleibt ein kleiner Lastwagen auf sandiger Strecke stecken, schieben sie ihn an – sogar bergauf – bis die Räder wieder greifen und man weiterfahren kann. (Foto 2)

In der Hauptstadt Kinshasa werden viele Babys ausgesetzt – entweder auf der Straße oder vor einem Waisenhaus, das selbst kaum über die Runden kommt. Meine Frau Lenka und ich adoptierten ein solches Baby, als sie eine Woche alt war (Foto 3). Anissa ist jetzt 10 Jahre alt (Foto 4) und da sie die Chance dazu hatte, konnte sie ihre Talente entwickeln. Sie spricht fließend Englisch und Tschechisch und lernt mit mir Deutsch; sie liebt Skifahren, Eislaufen, Inlineskaten und alle Arten von Sport. Wir sind dankbar für die gute Ausbildung, die sie an der Elijáš-Schule erhält. Anissa zeigt, wie viel Potenzial im afrikanischen Kontinent steckt, wenn seinen Kindern die Möglichkeit gegeben wird, ihre Talente zu entwickeln.

Die kongolesischen Mitglieder unseres örtlichen Vereins „ADH Congo“ sind das Rückgrat unserer Arbeit dort. Sie sind eine Gruppe talentierter Kongolesen, die ihr Land auf den Stand bringen wollen, den es haben soll. Auf Foto 5 sieht man von links nach rechts: CEO Gilbert Nkuli, Ingenieur Jean Vita, Professor André Kapanga und Professor François Mpona.

In vielen Teilen der Welt gibt es große Unterschiede zwischen Arm und Reich. In Afrika und vor allem im Kongo ist dieser Unterschied jedoch gewaltig. Die Armut ist unvorstellbar dort und betrifft die Mehrheit der Bevölkerung. Ich werde später näher auf ihre Armutsrate eingehen.

Korruption gibt es überall. Wenn jedoch eine Milliarde Dollar in einem armen Land in den Taschen der Elite verschwinden, sind die Auswirkungen viel deutlicher zu spüren. Schließlich besteht ihr Gesamtbudget nur aus einem Bruchteil des Geldes, über das die Industrieländer verfügen.

Einige Kongolesen arbeiten sehr hart, wie zum Beispiel die Männer, die schwere Ladungen mit einem Lastenfahrrad viele Kilometer durch den Busch schieben (Foto 6) oder diejenigen, die mit einem Schubwagen arbeiten, dem sogenannten „Pousse-Pousse“, der schwere Lasten transportieren kann. Sie schieben mit aller Kraft, tragen ein altes Paar Flip-Flops, und während der Regenzeit gehen sie manchmal durch Schlamm und riesige Pfützen, weil es keinen anderen Weg zum Ziel gibt.

Andererseits gibt es Gründe, warum viele Kongolesen nicht so effizient arbeiten können wie ihre Kollegen in der nördlichen Hemisphäre. Hitze und Regen spielen im Arbeitsleben vieler Menschen eine Rolle, und es gibt andere Einflüsse, wie mangelnde Schulbildung, Motivation und Berufsausbildung.

Ein indischer Bauleiter einer Baustelle in Kinshasa erzählte mir, warum er die lokalen Arbeiter immer wieder auf die gleichen Dinge hinweisen musste. Er versetzte sich in ihre Lage und erklärte, warum sie so wenig Motivation haben, eine bessere Arbeit zu leisten. Er sagte so etwas wie: „Stell dir vor, du isst kein Frühstück und wirst kaum etwas oder gar nichts zu Mittag essen. Du bist nie oder nur selten zur Schule gegangen und hast keine Ausbildung. Du arbeitest den ganzen Tag in der Hitze und am Monatsende erhältst du ein Gehalt von rund 100 Dollar, was nicht einmal annähernd ausreicht, um deine Familie zu ernähren oder deine Kinder in die Schule zu schicken. Wenn du krank wirst, musst du für alle Rechnungen selbst aufkommen, da du nicht versichert bist. Du kannst meist auch nicht zum Arzt gehen oder Medikamente kaufen, weil du nicht genug Geld dafür hast. Deshalb arbeitest du oft trotz Krankheit weiter. Wie hart würdest du unter diesen Bedingungen arbeiten?“

Einige Menschen arbeiten lange Zeit in ihrem Beruf ohne Bezahlung, manchmal über Jahre hinweg. Sie hoffen, eines Tages ein Gehalt zu bekommen. Etwa 80% der Menschen dort haben keine Arbeit mit regulärem Einkommen. Viele Verkäufer durchstreifen die Stadt. Sie kaufen Waren in einem Geschäft und stehen dann den ganzen Tag auf der Straße und versuchen, diese mit ein wenig Gewinn zu verkaufen, damit ihre Familie am selben Abend etwas zu essen hat. Einige sind sehr originell, wie dieser Mann, der Eier verkauft (Foto 7).

Er balanciert etwa 70 gekochte Eier auf seinem Kopf, ohne sie mit den Händen festzuhalten, und geht so die Straße entlang, um deine Aufmerksamkeit zu erregen. Wenn du gerne ein Ei isst, hält er an, nimmt sie alle runter, schält das Ei mit einem sauberen Plastikbeutel, fügt ein wenig Gewürz hinzu, wenn du möchtest, serviert es dir, nimmt die Zahlung entgegen und dann geht das Ganze wieder auf seinen Kopf.

In Kinshasa stammen viele städtische Anlagen für Wasser und Elektrizität noch aus der Kolonialzeit und können jederzeit kaputtgehen. In der Regel werden Wasser und Strom mehrmals täglich unterbrochen. Wenn der Strom ausgeschaltet wird, schalten die Reichen ihre Generatoren ein, alle anderen zünden eine Kerze an, wenn es dunkel ist. Zum Kochen holen sie ihre kleinen Holzkohleöfen heraus und kochen weiter, als ob nichts passiert wäre. Es ist bewundernswert, wie flexibel und geduldig diese Menschen sind.

Ich bemerkte, dass Anissas Schule vor Kurzem für einen Tag geschlossen wurde, weil das Wasser in diesem Teil Prags abgestellt war. Wenn man diese Norm auf den Kongo anwenden würde, müssten die meisten Schulen dort die ganze Zeit geschlossen bleiben, weil zum Beispiel auf dem Land niemand fließendes Wasser hat.

Das Gleiche gilt für die Elektrizität: In einigen Ländern macht es Schlagzeilen, wenn sie einen Stromausfall haben, aber die meisten Menschen im Kongo leben ihr ganzes Leben lang ohne Strom. Einmal hatten wir in Kinshasa einen Stromausfall für 3 Tage und mussten alle Lebensmittel in unserem Kühl- und Gefrierschrank kochen, damit sie nicht verderben.

Jeder im Kongo weiß, dass die größte Not im Landesinneren liegt, wo fast zwei Drittel der Kongolesen leben. Die Menschen im Landesinneren haben keinen Anschluss an das Stromnetz, kein fließendes Wasser, feste Straßen (Fotos 8 & 9) und nicht genügende oder anständige Schulen (Fotos 10 & 11). Sie leben ohne die Annehmlichkeiten und Lebensnotwendigkeiten, die wir in den meisten Teilen der Welt für selbstverständlich halten. Da es dort kaum Arbeitsplätze gibt, besitzen sie nur wenig oder gar kein Geld.

Krankheiten verursachen weitere Schwierigkeiten in diesen abgelegenen Gebieten. Malaria allein kostet mehr Menschenleben als AIDS, vor allem auf dem Land, denn es fehlt dort schlicht eine vernünftige Gesundheitsversorgung. Mangelhaft ausgebildete Ärzte tragen ebenfalls zur hohen Sterblichkeitsrate bei. Viele Dorfbewohner können sich weder medizinische Untersuchungen in einem weit entfernten Krankenhaus leisten noch Medikamente kaufen. Es fehlen einfache Hygienegrundkenntnisse, weil ihnen niemand diese Dinge beibringt. Manche werden krank von dem Wasser, das sie trinken.

Ihr werdet Euch vielleicht fragen, warum die Situation dort so schlimm ist. Warum haben sie nicht genug Schulen und warum sind die Schulen, die sie haben, in so einem schlechten Zustand? Warum fehlt Eltern das Geld, ihre Kinder zur Schule zu schicken? Warum müssen arme Eltern überhaupt für den Schulunterricht bezahlen? Wie kann das alles in einem Land geschehen, das zu den reichsten der Welt gehört, wenn es um natürliche Rohstoffe geht?

Neben Coltan und Kobalt gibt es im Kongo Öl, Gold, Diamanten, Kupfer, Zinn, Uran und viele andere natürliche und mineralische Ressourcen – alles in höchster Qualität und großen Mengen! Allein mit dem Kongo-Fluss könnte man durch seine Naturgewalt und Wassermenge genug Strom erzeugen, um die Hälfte von Afrika zu versorgen!

Um die vielen Probleme im Kongo zu verstehen, hilft es, die historische Entwicklung dieses Landes zu kennen. Dr. Salua Nour war 16 Jahre im Kongo als Leiterin der größten deutschen Organisation für Entwicklungszusammenarbeit tätig. Danach lehrte sie 10 Jahre lang als Privatdozentin für Politikwissenschaft für Afrikanische Regionalstudien an der „Freien Universität Berlin“. Sie gab mir folgenden Einblick in den Kongo, den ich hier in einer vereinfachten Version wiedergebe:

„Wir alle sind uns der schrecklichen Geschichte des Sklavenhandels und der Kolonisierung Afrikas bewusst. Das blutigste Kapitel dieser Geschichte war die Gewaltherrschaft im Kongo seit der Berliner Konferenz 1885, als der Kongo in den Privatbesitz des belgischen Königs Leopold II. fiel (Foto13)! Stellt euch vor, einer Person gehörte dieses ganze Land! Unter seiner 23 Jahre langen Herrschaft starb etwa die Hälfte der damaligen Bevölkerung, mehr als 10 Millionen Menschen. Arbeitern in den Kautschukplantagen – einschließlich Frauen und Kindern – konnten ihre Hände und Füße abgehackt werden, wenn sie nicht genügend Kautschuk lieferten.

Nach König Leopold kontrollierte die belgische Regierung den Kongo mit weniger barbarischen Methoden, aber mit ebenso repressiver Kolonialherrschaft und raubte bis zur formalen Unabhängigkeit 1960 weiterhin die Rohstoffe des Kongo. Kurz nach der Unabhängigkeit regierte Mobutu den Kongo über 30 Jahre lang als schrecklicher Diktator, unterstützt von Belgien und den USA.

1997 vertrieben Laurent Kabila und seine Verbündeten aus Uganda und Ruanda Mobutu mit ihrer Armee (Foto 14). Als Vater Kabila die kongolesischen Rohstoffe nicht an seine Verbündeten lieferte, löste dies einen Krieg zwischen diesen Ländern und dem Kongo aus.

Im Jahr 2003 wurde dieser Krieg offiziell eingestellt, aber in Wirklichkeit geht er im Ostkongo bis heute weiter. In den letzten 21 Jahren starben rund 9 Millionen Menschen entweder als direkte Folge von Kämpfen oder durch Krankheiten und Unterernährung in den Nachwirkungen dieses Krieges.

Im Gegensatz zu der gängigen Meinung, dass sich die Afrikaner einfach gegenseitig umbringen, ist dieser Krieg ein Überfall auf den Kongo von ausländischen Minenfirmen, die Ruanda und Uganda und ihre Rebellenarmeen nutzen, um die Ressourcen im Osten des Landes zu stehlen. Der Kongo erhält relativ wenig Einkommen aus dem offiziellen Verkauf von Rohstoffen, und dieses Einkommen geht nur an die Leute ganz oben. Bei weitem die größte Menge an Ressourcen wird durch illegalen Abbau und Schmuggel aus dem Land geholt.“ Soweit der Bericht von Frau Dr. Nour.

Ich glaube nicht, dass sich jemand von uns vorstellen kann, was die Kongolesen in den letzten 130 Jahren erlitten haben, und kaum jemand auf der Welt weiß davon (Foto 12). Deshalb glaube ich, dass diese Geschichte veröffentlicht werden muss, und wir müssen diesem Verbrechen an der Menschheit ein Ende setzen.

2. Wie man helfen kann

Meine Frau und ich wünschen uns für alle Kinder im Kongo eine gesunde Ernährung, angemessene Schulbildung sowie die Gelegenheit, einen Beruf erlernen zu können, der ihnen zu einer besseren Zukunft verhelfen kann. Wir glauben, dass bessere Bildung und mehr Landwirtschaft einschließlich der erforderlichen Infrastruktur, wie geeignete Straßen, den Lebensstandard in diesem Land ohne allzu große Kosten anheben könnte. Der Kongo verfügt außerhalb seiner riesigen Wald- und Regenwaldfläche über 80 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Anstatt sogar Grundnahrungsmittel zu importieren, könnte man in diesen riesigen, unberührten Landstrichen genug Nahrung anbauen, um sich selbst zu ernähren und sogar zu exportieren, wie es einige andere afrikanische Nationen tun. Sie könnten Kaffee, Kakao und viele Früchte und Gemüse anbauen und exportieren wie z. B. Bananen, Avocados, Ananas, Papayas sowie Erdnüsse, Kokosnüsse und andere Nüsse und Früchte, die man hier noch nie gesehen hat. Ihre Avocados sind doppelt so groß wie die in Europa erhältlichen. Auf Foto 13 sieht man Früchte, die ich von den Bauern bei meinem letzten Besuch dort erhalten habe. Die Ananas war riesig und wog über 3 kg.

Ich habe ein paar Kostproben aus dem Kongo mitgebracht: Erdnussbutter-Liebhaber werden diese köstliche, nahrhafte Erdnussbutter genießen, die zu 100% aus Erdnüssen hergestellt ist, einfach geröstet und gemahlen, ohne jegliche Zusatzstoffe. Ich habe auch etwas 100% natürlichen Honig aus dem Kongo mitgebracht, so lecker und gesund. Wenn jemand Kräutertee mag, kann er später das köstliche Aroma dieses Zitronengrases riechen, das ich vom Landesinneren mitgebracht habe. Snack-Liebhaber mögen vielleicht diesen natürlichen Kochbananen-Snack genießen.

Ich zögere, das fantastische Holz zu erwähnen, das im Kongo wächst, denn es wäre eine Schande, wenn mehr ihrer prächtigen Bäume gefällt würden, insbesondere die im Regenwald, und wenn keine neuen angepflanzt würden. Wie dem auch sei, hier sind ein paar Exemplare von geschnitzten Holzarbeiten aus Wengeholz: dieses rührende Relief einer Mutter mit ihrem Baby und ein robuster Elefantenhocker. Wer will, kann diesen Hocker nachher mal halten, um zu sehen, wie schwer dieses Holz ist. Es ist so fest, dass selbst Termiten es nicht fressen können.

Im Jahr 2007 sind wir in ein Haus in Kinshasa eingezogen, das in einer der beiden landesweiten Plünderungen unter Mobutu geplündert wurde. Die Leute nahmen alles aus dem Haus, das entfernt werden konnte. Sogar die Toiletten waren weg, und die elektrischen Kabel wurden aus den Wänden genommen. Sie ließen nur drei Dinge im Haus, zwei Badewannen, die einzementiert waren und einen Tisch aus Wengeholz. Der Tisch war so schwer, dass sie ihn nicht aus dem Haus tragen konnten.

Da wir persönlich nicht genügend Geld und Einfluss haben, Veränderungen auf höherer Ebene zu bewirken und in größerem Maße zu helfen, tun wir, was wir können, um die Situation an einigen Orten zu verbessern und zu zeigen, wie ein positiver Wandel selbst unter schwierigen Umständen herbeigeführt werden kann.

Seit dem Jahr 2000 engagieren sich Lenka und ich in humanitären Hilfsprojekten in 6 afrikanischen Ländern. Wir lebten mehr als 10 Jahre in Afrika und ich mache weiterhin jährliche Reisen, um unsere Projekte im Kongo zu inspizieren und mich mit unserem Team vor Ort zu beraten. Von unserer Basis in Prag aus organisieren und beaufsichtigen wir die Arbeit im Kongo per E-Mail und tun unser Bestes, um Bewusstsein und Unterstützung dafür zu fördern.

Im Jahr 2000 half Lenka ein Jahr lang bei medizinischen Hilfsaktionen in Nigeria (Foto 14), während ich Freunden in Guinea, Conakry, half, wo ich einen 40-Fuß-Container mit humanitärer Hilfe importierte (Foto 15).

Im Jahr 2001 haben wir gemeinsam Mais an die hilfsbedürftigsten Menschen in Ostsambia verteilt, die den größten Teil ihrer Ernte durch Überschwemmungen verloren hatten (Foto 16).

Im Jahr 2002 importierten wir unseren zweiten 40-Fuß-Container mit humanitärer Hilfe, diesmal in Kamerun (Foto 17, wo wir unseren ersten Kontakt zu den friedlichsten Menschen hatten, die wir je getroffen haben, den Pygmäen, so wunderbare und liebevolle Menschen (Foto 18).

Im Jahr 2003 sind wir in die Demokratische Republik Kongo gezogen, wo wir unseren dritten 40-Fuß-Container in Afrika importiert haben (Foto 19). 2004 hatte Lenka gesundheitliche Probleme und musste in Europa operiert werden.

Im Jahr 2005 zogen wir ins mildere Südafrika, wo wir Freunden bei ihrer Arbeit halfen und Lenka sich erholen konnte (Foto 20).

Nach ihrer Genesung kehrten wir mit einem neuen Team von Freiwilligen nach Kinshasa zurück, wo wir von 2007 bis 2011 lebten. Zu der Zeit verlagerten wir den Schwerpunkt unserer Arbeit auf unterprivilegierte Kinder, für die wir ein Ernährungsprogramm starteten (Foto 21).

2011 erlebten wir die schreckliche Armut auf dem Land, als wir das Dorf Mushapo besuchten, etwa 1000 km südöstlich von Kinshasa nahe Angola (Foto 22). Die Dorfhäuptlinge baten uns, eine Schule zu bauen, da sie keine hatten. So schwierig das Leben da draußen auch ist, wir erkannten, dass, wenn wir diese Schule nicht bauen würden, wer dann? Wir formten Ziegelsteine aus dem Boden vor Ort und brannten diese Steine, um starke Gebäude zu errichten (Foto 23 & 24).

Um nach Mushapo zu gelangen, mussten wir alte Flugzeuge von Kinshasa nach Tshikapa nehmen und von dort aus mit einem Motorrad oder einem Auto 60 km durch den Busch fahren, was je nach Regen und Straßenzustand 4 bis 12 Stunden dauern kann (Foto 25 & 26).

Auf Foto 27 sieht man die drei Schulgebäude und das Gesundheitszentrum, das wir für sie gebaut haben. In 5 Jahren besuchten mehr als 2000 Kinder diese Schule kostenlos, was im Kongo so gut wie unbekannt ist, da normalerweise jeder dort Schulgeld bezahlen muss (Foto 28).

Im Jahr 2016 begann die gleiche Art von Kämpfen, die im Ostkongo stattfinden, auch in den Kasai-Provinzen, wo sich unsere Schule befindet. Das Ziel dieser Gewalt ist, die lokale Bevölkerung zu vertreiben, damit die Bodenschätze dort leichter abgebaut werden können. Es ist die gleiche Taktik und höchstwahrscheinlich die gleichen Täter wie im Ostkongo. Tausende von Menschen wurden brutal getötet und 80 Massengräber gefunden. Mehr als eine Million Menschen wurden zu Flüchtlingen oder intern Vertriebenen, und Hunderte von Schulen wurden geschlossen, einschließlich unserer Schule in Mushapo. Einige Schulen und Dörfer wurden zerstört – Gott sei Dank nicht unsere.

Die meisten unserer Lehrer und Schüler mussten mit ihren Familien 60 km weit nach Tshikapa fliehen, wo sie – nach vielen Schwierigkeiten – in einem anderen Schulgebäude nachmittags mit dem Unterricht der Kinder beginnen konnten. Nach einiger Zeit wurde unsere Schule in Mushapo wiedereröffnet, aber nur für Kinder des Tshokwe-Stammes, der alle anderen Stämme vertrieb.

Im Jahr 2017 starteten wir ein neues Projekt in Mabala, wo wir eine Agro-Veterinär Fachhochschule für ältere Schüler aufbauten. Neben den normalen Schulfächern erhalten die Schüler eine Ausbildung in Agrarwirtschaft, damit sie nach der Abschlussprüfung ihren Lebensunterhalt verdienen können anstatt arbeitslos zu sein. Hier sind einige der Schritte, die der Bau einer solchen Schule erfordert:

Zuerst legen die Arbeiter das Fundament aus harten Steinen und Zement. Die Ziegelsteine sind nicht gebrannt, da die Tonerde dort zu viel Sand für den Verbrennungsprozess enthält. Deshalb mussten wir für den Bau der Wände Zementmörtel benutzen (Foto 29). Wir haben Eisenstangen mit Zement verwendet, um die Konstruktion zu befestigen (Foto 30). Dann errichteten die Arbeiter das Dach, das gegen Termiten gestrichen werden musste (Foto 31). Die Wände wurden mit Zementputz vor Regen geschützt (Foto 32). Zuletzt kamen die Zementböden (Foto 33) und Malerarbeiten innen und außen (Foto 34).

Wir starteten auch ein neues Landwirtschafts-Projekt, indem wir Maissaatgut an extrem arme Bauern auf dem Weg nach Lebama verteilten, wo Mais gut wächst (Fotos 35). Nach der Ernte kaufen wir ihren Mais, bringen ihn zum Fluss, verschiffen ihn auf 3 verschiedenen Flüssen nach Kinshasa, wo unsere Partnerorganisation BBK ihn verkauft und den Gewinn zurückgibt, um die Schule zu unterstützen. Dies ist unsere zweite Schule, in der die Schüler kostenlos Unterricht erhalten (Foto 36).

Auf Foto 37 sieht man, wo Mushapo, Tshikapa, die Hauptstadt Kinshasa und Mabala, neben Nioki, liegen.

Um ein besseres Bild von unserer Arbeit im Kongo zu bekommen, könnt Ihr Euch ein kurzes Video von meinem letzten Besuch dort anschauen. Mehr Informationen über unsere Arbeit in Afrika gibt es auf der Webseite unseres Vereins „Aktive Direkt Hilfe e. V.“. Diese Webseite ist auf Deutsch und Englisch sowie auf Tschechisch und Französisch verfügbar. Sie enthält viele Fotos und Videos über unsere Arbeit seit dem Jahr 2000.

Wir haben beschlossen, den Menschen auf dem Land zu helfen, weil dort die größte Not herrscht. Gleichzeitig bietet dies einen Lösungsansatz auf die Migrationskrise, da es an der Wurzel dieses Problems anpackt. Lasst mich erklären, warum einige Afrikaner zu Flüchtlingen werden und anderswo nach besseren Lebensbedingungen suchen. Prinzipiell helfen alle Hilfsorganisationen im Kongo in den Städten. Die Menschen im Landesinneren sind meist sich selbst überlassen. Aufgrund dieser Vernachlässigung der ländlichen Regionen ist das Leben dort von extremer Armut geprägt. Dies führt dazu, dass viele Menschen ihre Dörfer verlassen und hoffen, in den Städten ein besseres Leben zu finden.

Kinshasa mit rund 12 Millionen Einwohnern ist bereits hilflos überfüllt und steht vor enormen Herausforderungen. Die Städte wachsen kontinuierlich wegen diesem ständigen Strom von Menschen, die vor der ländlichen Armut fliehen, was die bereits bestehenden Konflikte in der Stadt vervielfacht. Viele junge Menschen aus den Dörfern gehen in die Städte. Von den Städten wollen sie in die Hauptstadt und von der Hauptstadt wollen sie – ratet mal – wohin gehen? Nach Europa und in die USA! Deshalb konzentrieren wir unsere Hilfe auf den ländlichen Raum.

Warum sollten wir darauf warten, bis mehr Menschen ihr Zuhause auf der Suche nach einem besseren Lebensraum verlassen? Wir könnten die Migration von Afrika nach Europa verringern, indem wir die Grundbedürfnisse der Menschen decken, wie Nahrung, Unterkunft, Bildung und Arbeitsplatz, direkt dort, wo sie leben. Aber neben den kleinen Entwicklungsprojekten, die wir durchführen können, müssen sich die Dinge auf höherer Ebene, national und international, ändern, und die verfügbaren Mittel besser verteilt und investiert werden.

Wir sollten uns nicht über so viele Flüchtlinge wundern, wenn sie in ihren eigenen Ländern nicht genug zu essen haben oder durch Krieg und Gewalt aus ihren Häusern vertrieben werden.

Wir brauchen auch keine Angst vor Ausländern zu haben. Ich war den größten Teil meines Lebens ein Ausländer, da ich in 14 verschiedenen Ländern auf 4 Kontinenten gelebt habe.

Hier ist eine kleine Zusammenfassung der Schritte, die helfen könnten, den Kongo voranzubringen, wenn sie umgesetzt würden:
  • Stopp der unfairen und illegalen Ausbeutung von Rohstoffen und der Gewalt in den ressourcenreichen Gebieten
  • das Staatseinkommen muss in die Entwicklung des Landes investiert werden, anstatt in die Taschen der Elite zu fließen
  • Bildung und wirtschaftliche Entwicklung sind für die gesamte Bevölkerung erforderlich, damit sie ihre Bedürfnisse decken sowie politisches Bewusstsein und echte Demokratie aufbauen kann.

Nach allem, was wir in den letzten 19 Jahren für Afrika und insbesondere für den Kongo getan haben, erkennen wir immer mehr, dass der größte Einfluss auf die Ereignisse im Kongo von Entscheidungen in den Industrieländern abhängt. Aus diesem Grund habe ich ein Buch zu diesem Thema geschrieben und bin noch auf der Suche nach einem geeigneten Verlag. Wir glauben, dass der beste Service, den wir dem Kongo bieten können, eine Informationskampagne ist, um die Nachrichten über Geschehnisse dort zu verbreiten und zu versuchen, ihre nationale und die internationale Politik gegenüber diesem Land zu beeinflussen.

Das Buch ist auf Englisch und Deutsch geschrieben und wird ins Tschechische übersetzt. Wir sind auf der Suche nach Verlegern für diese 3 Sprachen. Wir glauben, dass dieses Buch nicht nur dazu beitragen wird, die Lebensbedingungen für die Menschen im Kongo zu verbessern, sondern auch vielen Menschen in den Industrieländern helfen könnte, denn es umfasst auch andere Themen, die ich in Kürze erwähnen werde, um aufzuzeigen, was darin beinhaltet ist.

Bisher haben wir zwei Punkte behandelt: Nummer 1: Das Leben im Kongo und in den armen Ländern. Nummer 2: Was kann getan werden, um ihre Situation zu ändern. In Kapitel 3 meines Buches geht es um Herausforderungen in den reichen, industrialisierten Nationen und wie wir ihnen begegnen können – Dinge wie Stress, ungesunde Ernährung und Arbeitsgewohnheiten, zu viel Bildschirmzeit für Erwachsene und Kinder, Einsamkeit, Sucht, Kriegswaffen und viele andere wichtige Themen.

Kapitel 4 führt in das ein, was ich die fünfte Dimension nenne. Neben Länge, Breite, Höhe und Zeit gibt es eine weitere Dimension, die unsichtbar, aber sehr einflussreich ist. Kapitel 5 beschreibt Wunder, die wir in unserem persönlichen Leben erlebt haben. Diese Wunder beweisen, dass die fünfte Dimension nicht nur eine Idee in unseren Köpfen ist, sondern im praktischen Leben spürbar erfahren werden kann. Das größte Wunder ist selbstlose Liebe, über die ich in Kapitel 6 schreibe und jetzt möchte ich einen kleinen Einblick in dieses Thema geben.

3. Liebe

Manchmal werden Lenka und ich gefragt: „Wie seid ihr dazu gekommen, eine Schule im Busch mitten in Afrika zu bauen? Warum helft ihr Menschen ganz allgemein gerne? Warum macht ihr das vollzeitig und ehrenamtlich, ohne Gehalt?“

Dies führt zurück zu einer besonderen Erfahrung, die Lenka und ich vor vielen Jahren jeweils unabhängig voneinander machten, in der wir tiefe Liebe so stark erlebten, dass es unser Leben völlig veränderte. Wir erkannten, dass diese Art von Liebe die Lösung für unsere persönlichen Probleme und für die Welt darstellt. Es war wie ein Heilmittel gegen AIDS und Krebs gefunden zu haben.

Der beste Weg, die Welt zu verändern, besteht meiner Meinung nach darin, Herzen, Gemüter und Einstellungen zu ändern – unsere eigenen zuerst; nur dann können wir versuchen, anderen zu helfen, dasselbe zu tun. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass Liebe der beste Weg ist, ein Herz zu verändern.

Ich würde gerne klarstellen, was ich meine, wenn ich über Liebe spreche: Viele Hollywood-Darstellungen von ‚Liebe‘ sind unrealistisch, oberflächlich und halten meist nur kurze Zeit an. Ich spreche von echter Liebe, die aktiv jemand anderem hilft. Bei der Liebe geht es nicht darum, etwas zu bekommen, sondern etwas zu geben – unsere Zeit, uns selbst oder unsere Ressourcen.

Diese Art von Liebe ist der entscheidende Faktor – sie ist der Schlüssel zur Veränderung der Welt. Ohne sie werden die Dinge so weiterlaufen wie bisher. Die größten Hindernisse, denen wir heute gegenüberstehen, sind alle auf einen Mangel an Liebe zurückzuführen. Krieg, Hunger, Armut, Flüchtlinge und die Migrationskrise sind allesamt eine Folge von Gier und Egoismus.

Alles Geld und materieller Reichtum erweisen sich als nutzlos in den kritischsten Momenten und Aspekten des Lebens. Wenn wir oder unsere Lieben einsam sind, krank werden oder einen Freund oder Verwandten verlieren, dann erkennen wir diese Wahrheit. Die wichtigsten Dinge im Leben können nicht gesehen, berührt, hergestellt, verkauft oder gekauft werden: Freundschaft, Freude, Frieden, Glaube, Hoffnung und Liebe. Sie sind nicht materiell – es handelt sich um eine andere Dimension.

Die lebensverändernde Erfahrung, die Lenka und ich hatten, war ein Überfließen von übernatürlicher Liebe, von der wir glauben, dass sie von Gott kommt. Es ist vor allem eine persönliche Beziehung zwischen Gott und uns. Wir Menschen sind von Natur aus egoistisch und unsere menschliche Liebe reicht nur so weit, diese Art von Liebe dagegen ist übernatürlich und kann weitergehen.

Liebe ist ein Sammelbegriff, der Freundlichkeit, Fairness, Verständnis, Großzügigkeit, Positivität und Hilfsbereitschaft beinhaltet. Sie ist integrierend, respektvoll, verzeihend, bescheiden, geduldig, tolerant und all diese positiven Eigenschaften, Werte und Tugenden, die wir gerne hätten.

Die Schwierigkeit, mit der wir konfrontiert sind, besteht darin, wie wir Liebe auf unser tägliches Leben und die Welt um uns herum anwenden können. Hier sind einige Ideen, was Liebe praktisch bewirken kann:
  • Drogenmissbrauch, Einsamkeit, Depression und Selbstmord können reduziert werden, wenn wir Zeit mit Menschen verbringen und ihnen etwas Liebe zeigen.
  • Geben, Helfen und Andere liebevoll zu behandeln nutzt allen Beteiligten; es hilft den Bedürftigen und der Person, die Liebe zeigt.
  • Wir alle können etwas mit denen teilen, die weniger als wir haben. Es tut uns nicht weh. Im Gegenteil, wenn wir anderen die Hand reichen und ihnen beistehen, profitieren letztendlich sowohl sie als auch wir selbst davon.
  • Wir alle sollten in Liebe handeln: jede Familie, Firma, Organisation oder Regierung sollte sich gut um ihre Teammitglieder, Mitarbeiter und Bürger kümmern.
  • Unternehmen und multinationale Konzerne sollten sich um die Bedürfnisse der Armen kümmern und nicht nur um ihre eigenen wirtschaftlichen Vorteile.
  • Eine gute Frage, die wir uns bei Plänen, Entscheidungen oder Handlungen stellen sollten, lautet: „Ist es liebevoll oder nicht?“
  • Wenn wir in Liebe handeln, werden wir nicht stehlen, lügen oder betrügen; wir werden nicht faul, streitsüchtig oder gierig sein; stattdessen werden wir anderen helfen und uns gegenseitig aufrichten.
  • Eine andere Form von Liebe besteht darin, Übel zu konfrontieren, sich dagegen auszusprechen und etwas zu unternehmen, um es zu verändern.
  • Kurz gesagt, Liebe wendet die goldene Regel an: Wie du dir wünschst, dass andere dich behandeln, so behandle auch sie. In anderen Worten: Was du nicht willst, das man dir tut, das füg’ auch keinem andren zu.

Manche denken vielleicht: „Was kann ich schon ausrichten, um einen Unterschied zu machen?“ Nun, zum einen: Wir sind nicht allein. Es gibt andere Menschen und Organisationen, die ihren Teil dazu beitragen, Lebenslagen zu verbessern. Ohne ihre Hilfe wäre es viel schlimmer. Zum anderen: Niemand ist eine Insel. Jeder hat Einfluss und kann in seiner Umgebung – und darüber hinaus – etwas verändern.

Hier sind einige Beispiele dafür, was getan werden kann:
  • über Ungerechtigkeiten in der Welt sprechen/schreiben und versuchen, Menschen dazu zu bewegen, etwas dagegen zu unternehmen
  • eine bedürftige Situation finden und ein Hilfsprojekt starten oder
  • freiwillige Mitarbeit oder Unterstützung bei einem bestehenden Projekt leisten.

Mutter Teresa sagte: „Wenn du nicht hundert Menschen ernähren kannst, dann ernähre nur einen.“ Sie sagte auch: „Wir können auf dieser Erde keine großen Dinge vollbringen, nur kleine Dinge mit großer Liebe.“ Wir müssen nicht tun, was sie vollbracht hat. Es ist auch nicht notwendig, in den Kongo zu gehen, um die Welt zu verändern. Wenn wir den Menschen um uns herum Liebe, Rücksicht und Freundlichkeit zeigen, wird das unseren Teil der Welt verändern.

Seien wir ehrlich, die Welt hat genug Nahrung, Land und Geld für alle. Was uns fehlt, ist genug Liebe, um sie zu teilen.
  • Also, lasst uns in Liebe zusammenarbeiten, auch mit Menschen, die anders sind.
  • Lasst uns den Armen und Bedürftigen helfen, wo immer wir können.
  • Lasst uns die Welt mit Liebe verändern!

Copyright © 2020 Text: Wolfgang Schmidt; Bild: Aktive Direkt Hilfe e. V.



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