22Mai2018

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Mit unseren Jahresberichten geben wir seit 2000 jährlich einen Überblick über die Fortschritte unserer Projekte. Neben zusammenfassenden Berichten zum aktuellen Projekt umfasst diese Rubrik auch bereits abgeschlossene Projekte. Dadurch wird der Werdegang der „Aktiven Direkt Hilfe“ in Afrika nachgezeichnet. Zu unserem aktuellen Projekt veröffentlichen wir zusätzlich regelmäßig die neusten Entwicklungen im Detail.

Jahresberichte
Mai 2007

Endlich wieder zurück im Kongo

Neues Team für unsere Arbeit in Kinshasa. Suche nach dem richtigen Haus für unsere neue Basisstation. Regelmäßige Essensverteilung an die Kinder in Kisenso und Mokali, wo wir in Zukunft unser Projekt aufbauen werden, und zwar auf dem Stück Land, was wir dort für die Kinder gekauft hatten.

Stellt Euch vor, Ihr fliegt in den Kongo und wisst nicht, wo Euer Zuhause, Büro usw. sein soll, und Euer zukünftiger Hausbesitzer sitzt im gleichen Flugzeug wie Ihr! Zufall? Nicht in Gottes Arbeit! Nun, genau das ist uns passiert: Als wir Meir, der gestern mit uns im Flugzeug saß, am nächsten Tag “aus Zufall” wieder mitten in Kinshasa trafen, stellten wir uns gegenseitig vor, und wir erzählten ihm, dass wir ein Haus für unsere Missions-Station suchen. Er antwortete lächelnd, dass er zwar ein leer stehendes Haus hätte, es aber unbenutzbar wäre, da es 1991 geplündert wurde. D.h. alle Toiletten, Waschbecken, Wasserhähne, Lichtschalter, Steckdosen, sogar die elektrischen Leitungen wurden mitgenommen! Fensterscheiben mit Moskitonetzen, Innentüren – alles weg!

Vielleicht erinnern sich einige von Euch noch daran: als wir im Jahr 2003 zum ersten Mal in Kinshasa landeten, bekamen wir eine ähnliche Antwort von der tschechischen Botschaft über ein ähnliches Haus von ihnen. Wir richteten es damals her und zogen ein – für ein Zehntel des normalen Preises. So in Erinnerung daran schauten wir uns dieses Haus an sowie viele andere, verglichen Preise, Vor- und Nachteile und beteten für Gottes Weisheit. Nach langem Hin und Her entschlossen wir uns endlich für dieses Haus und mit der Hilfe unserer Freunde hier richten wir es her. Es bringt zwar viel Arbeit mit sich, aber dafür brauchen wir zwei Jahre lang keine Miete zu bezahlen. Dies bedeutet eine große Hilfe für unser Budget und erlaubt uns mehr für andere zu tun. Unser Dank geht an alle, die dabei mithelfen, das Haus herzurichten, und auch an die, welche uns inzwischen in ihren Wohnungen aufgenommen haben – in den letzten drei Monaten sechs Mal umgezogen!

Die Lage der Waisenkinder konnte dank Eurer Hilfe eine neue Dimension annehmen: die 50 Kinder in Kisenso bekommen jetzt statt zwei mageren Mahlzeiten pro Woche jeden Tag ein einfaches Frühstück und ein gutes warmes Mittagessen. Die 50 Kinder in Kikimi bekommen ihren Teil in Essenspaketen, da wir dort noch keine Kochmöglichkeit haben. An der Stelle möchten wir uns ganz besonders bei Pastor Theophile und seiner Frau Florence für ihre unermüdliche aufopferungsreiche Arbeit dabei bedanken. Wir sind auch sehr dankbar für jeden von Euch, der eine Patenschaft übernommen hat, und wir danken Gott, dass jetzt jedes Kind einen Fürsorger hat.

Leider stellte sich heraus, dass 10 Euro pro Monat pro Kind nicht ausreichen, nicht einmal für das Essen, denn die Preise sind seit letztem Jahr um einiges gestiegen. Außerdem brauchen sie Kleidung, Schuhe, ein Minimum an Medikamenten für Malaria und ähnliches. Auch würden wir gerne allen wenigstens eine minimale Schulausbildung geben, und am besten wäre es, wenn wir Sponsoren für ein Haus auf dem Grundstück in Kikimi finden könnten. Es gibt also außer der täglichen Nahrungsversorgung noch jede Menge neue und große Herausforderungen für uns. Aber wir (und die Kinder) sind sehr dankbar, dass sie schon mal das Lebensnötigste bekommen, ihre tägliche Nahrung, dank der zusätzlichen Hilfe von örtlichen Sponsoren.

Das Feld-Projekt in Kikimi macht auch langsam Fortschritte: am Bach entlang haben wir begonnen drei Fischbecken anzulegen, aber wir müssen noch viel Zeit, Planung und Finanzen investieren, bevor wir mit der Fischzucht beginnen können. Wir pflanzten weitere Maniok (afrikanische Kartoffel) und müssen noch sehen, wie das Feld am meisten produzieren kann, denn der Boden ist sehr sandig in dieser Gegend. Das Gemüse wächst gut im Tal am Bach entlang, wo wir gut bewässern können. Zwischen den Maniok Pflanzen am Hügel bauen wir Ananas an, und diese wachsen sehr gut. Über das ganze Feld verstreut haben wir begonnen verschiedene Obstbäume zu pflanzen, und es gibt noch viel Platz für mehr Anbau. Herzlichen Dank an alle, die hierbei mitgeholfen haben. Wir bitten um weitere Unterstützung, denn es braucht noch viel, um dieses Projekt voll auszubauen.

Das Bibel-Studium, jeden Sonntag, läuft weiter sehr gut, und jede Woche kommen Besucher zu uns nach Hause für weiteren Unterricht. Wir planen jetzt auch praktische Ausbildung für die fortgeschrittensten Studenten, damit sie uns aktiv bei unseren vielen Aufgaben hier helfen können und Training für ihre Zukunft bekommen.

Sobald wir in unseren neuen Wohnsitz umgezogen sind, wollen wir mehr Zeit verbringen neue Kontakte zu knüpfen, um das tolle Gospel-Material zu verbreiten, was wir zur Verfügung haben, und weitere Unterstützung für die Hilfs-Projekte zu finden. Wenn Ihr uns helfen könntet in Eurem Bekanntenkreis neue Unterstützer zu finden, wären wir sehr dankbar, denn die Waisenkinder brauchen noch viel Hilfe, um bessere Zukunftsaussichten für ihr Leben zu bekommen. Vielen Dank für all Eure Gebete für den Frieden hier im Lande! Seit wir angekommen sind, ist die Lage im Allgemeinen ruhig, und wir beten weiter für Stabilität, damit neue Investitionen ins Land kommen und dadurch mehr Arbeitsplätze entstehen können und sich das Leben der Armen verbessern kann.

Unsere Jahresberichte

Unsere tägliche Motivation dafür ziehen wir aus dem innigsten Wunsch, diesen Kindern bessere Chancen in der Welt ermöglichen zu können.

Unsere Zielsetzung – Urbanisierung entgegenwirken

Rundbriefe

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