22Mai2018

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Mit unseren Jahresberichten geben wir seit 2000 jährlich einen Überblick über die Fortschritte unserer Projekte. Neben zusammenfassenden Berichten zum aktuellen Projekt umfasst diese Rubrik auch bereits abgeschlossene Projekte. Dadurch wird der Werdegang der „Aktiven Direkt Hilfe“ in Afrika nachgezeichnet. Zu unserem aktuellen Projekt veröffentlichen wir zusätzlich regelmäßig die neusten Entwicklungen im Detail.

Jahresberichte
Apr 2000

Erste Eindrücke von Afrika

Zusammenstellung von Hilfsgütern für den ersten Container nach Afrika. Erster Anlaufs Punkt ist Conakry, Guinea, West Afrika. Erste Eindrücke von Afrika und Vorbereitungen für die zollfreie Einfuhr des Containers. Gründung vom ADH e.V. in Deutschland.

Als ich aus dem Flugzeug ausstieg, die dicke, feuchtwarme Monsunluft einatmete, den kleinen Flughafen und die einfach gekleideten farbigen Menschen beobachtete und unsere durchnässten Koffer abholte, fühlte ich mich nach vielen Jahren endlich wieder zu Hause angekommen! So viel Armut, so viel zu tun und so viele kostbare Menschen. Es erinnerte mich sehr an unsere Zeit in Indien.

Zunächst möchte ich kurz berichten, was in den Monaten vorher passierte. Erst mal ganz herzlichen Dank an euch alle, die uns bei den vielen Vorbereitungen geholfen und unterstützt haben, um unseren ersten Container für Afrika fertigzustellen! Wir fanden gute Lagermöglichkeiten, mehr Hilfsgüter denn je, neue und alte Freunde, die uns aufnahmen und bei der Logistik halfen, mit Telefon, Fax, E-Mail, Umräumen von 67 Kubikmeter Material in das momentane Zwischenlager usw. Unsere bisher größte und schwierigste Hilfsaktion nahm mehr Zeit in Anspruch als die vorherigen.

Zur gleichen Zeit versuchten wir auch unser Netz von Freunden und Helfern zu erweitern, so dass wir in Zukunft nicht so viel Zeit mit den vielen Vorbereitungen in Deutschland verbringen müssen, sondern mehr in Afrika vor Ort bleiben und den Leuten helfen können. Inzwischen sind wir aus Kosice ausgezogen und haben alles unseren Freunden dort übergeben, sodass die Arbeit drüben weiterlaufen kann. Als wir in der Nähe von Erfurt in ein altes sanierungsbedürftiges Haus einzogen, auf dem Holzofen Essen kochten und auf unseren Umzugskisten aßen.

Der Herr antwortete prompt und gab uns das Nötigste für unsere neue Basis im Osten Deutschlands sowie für die Arbeit in Conakry. Daniela und die drei jüngeren Mädchen kümmern sich weiter um die Arbeiten im Haus drüben, während die beiden großen Mädchen mir hier helfen. Im Moment beraten wir gerade mit der anderen deutschen Familie, die wir von früher kennen und die schon über ein Jahr aktiv hier sind, welche Schritte wir als nächstes unternehmen. Es gibt noch viele Hürden zu überschreiten, vor allem mit der Zollabfertigung!

Wir hoffen, dass wir die Zollfreiheit bald bekommen, mit dem Transport und der Verteilung alles gut klappt, und dass wir so vielen Menschen wie möglich helfen können. Man braucht vor allem viel Geduld und Durchhaltekraft mit der zähflüssigen Bürokratie. Die geläufigste Antwort lautet: „Morgen ist es fertig“. In der Zwischenzeit kümmern wir uns auch darum die richtigen Plätze zu finden, wo wir die humanitäre Hilfe verteilen werden. Dies ist keine leichte Aufgabe, denn Slums von den Einheimischen und Flüchtlinge aus Sierra Leone gibt es hier jede Menge und überall. Langsam gewöhnen wir uns an die neuen Lebensverhältnisse und stellen uns auf die schwierige Infrastruktur hier um.

Es gibt z.B. keine Telefonleitung zum Haus, und ein einfaches E-Mail zu verschicken ist gar nicht so einfach. Man muss zu einem Tele-Center fahren und manchmal funktioniert das Telefonnetz oder der Server für ein paar Tage nicht. Aber wenn alles klappt, hat man mehr Gewissheit, dass es ankommt als bei einem Brief. Aus dem Grunde würden wir gerne so viel wie möglich auf E-Mail umstellen.

Falls ihr eine Möglichkeit dazu habt, schickt uns bitte eure Adresse oder die eines Freundes, wo wir euch erreichen können. Daniela wird allen anderen diesen Brief von Deutschland aus zuschicken.

Einige von euch fragten uns, wann wir den nächsten Transport planen und was für Material gebraucht wird. Generell können wir sagen, dass die Sammelaktionen wie bisher weiterlaufen werden, aber wie oft die Transporte stattfinden, hängt hauptsächlich von der Finanzierung ab. Um Zeit und Geld zu sparen, werden wir wahrscheinlich einen großen Container pro Jahr verschiffen, die gleiche Menge wie die beiden Transporte im letzten Jahr. Wir sind noch nicht sicher, wann und wohin wir den nächsten Container verschicken, eines ist jedenfalls sicher: die Not in Afrika ist endlos, und in Europa gibt es so viel extra Material, was hier dringend gebraucht wird.

Es hängt nur davon ab, wie man es am besten von dort hierher bringt. Die größeren Entfernungen und schwierigeren Transporte bringen höhere Ausgaben mit sich. Wenn wir mehr Unterstützung hätten, würden wir außer dieser Soforthilfe auch gerne mehr „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten, mit verschiedenen Projekten wie z.B. Nähzentren, Handwerksbetrieben usw. Aus diesem Grunde haben wir einen gemeinnützigen Verein in Deutschland gegründet mit dem Namen „Afrika Direkt Hilfe e.V.“ (jetzt „Aktive Direkt Hilfe e.V.“).

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