23Oktober2021

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Was sind Vitamine fürs Herz? Zusätzlich zur physischen Hilfe ist für uns die geistige Unterstützung ebenso von großer Bedeutung. „Vitamine fürs Herz“ ist der Titel einer Reihe, in der wir monatlich neue Beiträge veröffentlichen. Die Vitamine sind Zusammenstellungen aus Textauszügen, die wir mit freundlicher Genehmigung der Autoren auf unserer Webseite präsentieren dürfen. Da wir von Lesern so gute Reaktionen darauf bekommen, möchten wir sie hier teilen und hoffen, dass sie so auch vielen anderen große Freude bringen können.
Vitamine fürs Herz

Konkurrenz vs. Mitgefühl


Wolfgang Schmidt:

Neulich hatte ich einen dieser „Verfolgungs“-Träume, in denen man vor einem Gegner wegläuft und sich bemüht, nicht erwischt zu werden. In diesem Fall musste ich vor zwei Personen fliehen. Ich kam davon, aber als ich aufwachte, raste mein Herz.

Dann fragte ich Gott nach der Bedeutung dieses Traumes und Er zeigte mir die Sinnlosigkeit solcher Verfolgungsjagden und Rennen. Warum tun wir das, anstatt ein friedliches Leben zu führen? Mir wurde klar, wie wir von dieser Art von Gesinnung erzogen, trainiert und umgeben werden, im Grunde von der Wiege bis zur Bahre. Wir werden dafür trainiert, der Beste, der Schnellste, die „Nummer Eins“ zu sein.

Man denke an Spiele, von Monopoly über andere Brettspiele bis hin zu Computerspielen. Bringen uns die meisten von ihnen nicht bei, zu versuchen, zu gewinnen und die anderen Spielteilnehmer zu schlagen? Wir sehen uns gegenseitig als Konkurrenten, anstatt zusammenzuarbeiten!

Wie anders sind Gott und Sein Vorgehen! Er hat Mitgefühl für die Menschen. Er hat Barmherzigkeit, Gnade und Liebe. Jesus ist der greifbarste Beweis für Gottes Liebe. Er heilte die Kranken, sogar am Sabbat, an dem es laut der Gesetzeshüter nicht erlaubt war, zu heilen. Er vergab der Ehebrecherin, als sie zu Tode gesteinigt werden sollte. Er sprach mit einer schon fünfmal verheirateten samaritanischen Frau, die mit einem Mann zusammenlebte, der nicht ihr Ehemann war, zu einer Zeit, zu der es für Juden verboten war, auch nur Kontakt mit Samaritern zu haben.

Wenn wir uns die Welt anschauen, ist es nicht traurig, wie Menschen und Nationen miteinander konkurrieren? Die Reichen wollen noch reicher werden, die mächtigen Nationen wollen noch mächtiger sein. Sie bauen immer größere Lagerhäuser und immer gewaltigere und tödlichere Waffen. Wann werden sie mit dem zufrieden sein, was sie haben? Begreifen sie nicht, dass die großen, mächtigen Menschen und Nationen immer fallen werden, immer? Schauen wir uns nur die Geschichte an. Sie sind alle gefallen, die größten Reiche, die mächtigsten Päpste. Die reichsten Menschen müssen eines Tages sterben und können keinen Cent mitnehmen.

Also, warum nicht lieber mitfühlend sein, warum nicht mit den Armen teilen? Warum nicht miteinander arbeiten, statt gegeneinander? Warum nicht ein Friedensstifter sein, anstatt ein Kriegstreiber? Die friedlichsten Menschen, die ich je getroffen habe, waren die einfachsten Leute, die Pygmäen – verachtet von ihren Nachbarn, ihren eigenen Landsleuten. So gut wie ohne Besitz haben sie dennoch Liebe füreinander und ziehen lieber an einen anderen Ort, als gegen jene zu kämpfen, von denen sie verachtet oder misshandelt werden.

Jesus war das beste Beispiel. Er hatte keine irdischen Besitztümer. Dennoch hatte Er Mitleid mit den Armen, und die Menschen liebten Ihn dafür. Er sagte uns: „Selig sind die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich erben. Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Mat 5,5-9)

Folgen wir Seinem Beispiel und zeigen anderen Menschen Liebe und Mitgefühl, anstatt sie als Konkurrenten zu betrachten.

Copyright © 2021 Aktive Direkt Hilfe e. V. – Bild: Pygmäenkinder führen einen Tanz auf, ein Zeichen der Dankbarkeit für die Kleidung, die wir ihnen gebracht haben, Kamerun 2003.



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