18Juli2018

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Unsere Zielsetzung

ADH setzt sich das Ermöglichen von guter schulischer Ausbildung als zentrales Ziel!

Bildung verbindet

Das Angebot von schulischer Ausbildung lässt sich bereits mit dem Schlagwort „Hilfe zur Selbsthilfe“ umschreiben. ADH will jedoch nicht nur Schulen bauen, um jene schlussendlich sich selbst zu überlassen. ADH versucht eine nachhaltige Organisation von Schulen zu entwickeln, sodass ein ordentlicher Schulbetrieb eines Tages auch ohne unsere Unterstützung und Aufsicht möglich ist! Viele Hilfsprojekte scheitern, wenn die Hilfe von außen wegfällt. Aus dem Grund beziehen wir die örtliche Bevölkerung früh mit in die Planung und Durchführung ein. Unserer Ansicht nach können positive Veränderungen nur durch die Übernahme von Eigenverantwortung der örtlichen Bevölkerung nachhaltig fruchten.

Kinderarbeit reduziert die schulische Ausbildung

In der demokratischen Republik Kongo, sowie in vielen anderen unterentwickelten Ländern, ist Schulbildung keine Selbstverständlichkeit. Ohne funktionierende Versicherungssysteme (z.B. Renten-, Kranken-, Arbeitsunfallversicherung u.v.m.) innerhalb von Armut geprägten Ländern werden Kinder leider oft als eine notwendige, wenn nicht sogar die wichtigste Einnahmequelle angesehen, um das Überleben von Familien zu sichern. Viele Kinder müssen schon in jungen Jahren arbeiten, seien es auch nur familiäre Tätigkeiten wie etwa Wasser holen, Essen zubereiten oder zum Aufpassen auf jüngere Geschwister. Jedoch ist echte Kinderarbeit kein zu unterschätzendes Thema. Über ein Drittel der Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren sind im Kongo in Kinderarbeit tätig. In den ländlichen Gebieten nimmt die Kinderarbeit sogar noch ein vergleichsweise bedeutend höheres Ausmaß an. [2] Kinderarbeit bereitet große Schwierigkeiten für einen dauerhaften und sinnvollen Schulunterricht. Deshalb erscheint es wenig überraschend, dass im Kongo etwa die Hälfte aller Kinder im einschulungsfähigen Alter keine Schule besuchen (kann). [3]

Hemmnisse beseitigen: Keine Schulgebühren!

Vielleicht der größte Hinderungsgrund für einen Schulbesuch der Kinder stellt die zusätzliche Belastung der oftmals nicht zu bewältigenden Schulgebühren dar. Deshalb verzichten wir, wie wohl nur wenige Schulträger (tatsächlich kennen wir, abgesehen von Schulen in Flüchtlingslagern, keinen anderen), auf die Finanzierung des Schulbetriebs durch Schulgebühren. Zur Finanzierung stützt sich ADH auf externe Finanzierungsquellen, um so vielen Kindern wie möglich den Schulbesuch zu ermöglichen. Extreme Armut sollte für Eltern kein Hinderungsgrund an dem Schulbesuch ihrer Kinder darstellen, sondern gerade der Grund, weshalb sie die Schule besuchen sollen. Eine gute flächendeckende schulische Ausbildung ist nicht nur wegweisend für die Zukunft der Kinder – sondern auch für die des gesamten Landes!

Potentiale der Kinder fördern

In so vielen Kindern steckt ein großes Potential, das sich nur dann voll entfalten kann, wenn sie entsprechend gefördert werden. Um die Zukunftsaussichten der Kinder (und damit auch deren Familien!) maßgeblich zu verbessern, macht sich ADH die Ermöglichung einer guten Ausbildung und Förderung der Kinder zum Ziel! Wir sorgen für die Anstellung von qualifizierten Lehrkräften und die Beschaffung von geeignetem Schulmaterial. Wir halten uns dabei vornehmlich an den staatlich vorgegebenen Lehrplan. Französisch wird in unserer Schule allerdings bereits seit der ersten Klasse unterrichtet. Dies soll den Kindern später bessere Alternativen in der Fortbildung ermöglichen.

Schule mit Bestand - Keine Selbstverständlichkeit

Um einen guten Schulunterricht zu ermöglichen, erstellen wir geräumige, helle Klassenzimmer, mit einem regensicheren Dach und festem Fundament und Mauerwerk, wofür die örtliche Bevölkerung sehr dankbar und worauf sie stolz ist. Im Gegensatz zur vorherrschenden ländlichen Bauweise sollen die Schulgebäude auf Dauer ausgelegt sein. Die herkömmlichen kleinen Behausungen in der ländlichen Region West Kasai bestehen zumeist nur aus einem Holzgerüst, Lehmerde als Dämmmaterial und Dächern aus Stroh. Diese weniger robusten Baumaterialien müssen vor allem aufgrund starker Regenfälle und dem Befall von Termiten jährlich erneuert werden. Durch die Bauweise unserer Schulgebäude wollen wir der örtlichen Bevölkerung - vor allem für junge Menschen – etwas aufbauen, was lange anhält. Deshalb verwendet ADH witterungsfeste und stabile Materialen, wie Backsteine, die wir vor Ort herstellen. Wir bauen feste und dauerhafte Backsteingebäude, damit die Kinder sicher untergebracht sind und die Schule eine nachhaltig bessere Zukunft hat.

[1] UN - Human Development Index (2013)

[2] MICS 2010 Study - Kinderarbeit im Kongo

[3] Unicef - Schulbildung im Kongo

Fotogalerie
Kinder müssen oft arbeiten - Babysitting.Kinder müssen oft arbeiten - Feldarbeit.Schulklasse im temporären Schulgebäude.Schulbau - Transport von Backsteinen.Erster Schultag in der neuen Schule.Schüler werden im Unterricht getestet.Zweites fertiges Schulgebäude aus Backsteinen.Kinder singen vor der Schule.Jetzt sind es 300 Schüler.

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